NOT-RE

Jahreshauptversammlung 2004 am 30.12.2004
Tagungsort: Bei Manne

Es wurde auch Zeit!
Nach 3 Jahren Existenz musste eine klärende Vollversammlung stattfinden. Da waren sich alle Mitglieder der Doppelkopfspielvereinigung NOT-RE 01 n.e.V. einig (Deswegen heißt es ja auch "Vereinigung"...).
Also wurde Mannis Keller zur historischen 1. Jahreshauptversammlung auserwählt.

Nach kurzem Aufenthalt an der Theke beschloss die Versammlung (100 % der Mitglieder waren anwesend) gleich an der Theke zu bleiben und ganz unkonventionell die Tagesordnungspunkte im Stehen (oder "Auf-dem-Hocker-hängen" oder "An-der-Theke-sich-abstützend) abzuarbeiten.

Das barg eine Menge Vorteile im Ablauf der Versammlung: Der Weg zu Speis und Trank war angenehm kurz. So gab es neben dem ersten Bier auch den ersten Radeberger! Manne erhielt als Gastgeber ein leckeres Prüftröpfchen überreicht. Während der Rest der Versammlung den Radeberger (und später das Prüfwasser) genoss, hielt sich Manne an einen jungen Genever (das ist für Nicht-Niederländer ein Schnapsgetränk und kein Jüngling aus Griechenland, wenn der Leser versteht, was der Schreiber hier meint... äh... na ja). Also - der Käse stand ebenso in  Reichweite, was der Geselligkeit an diesem Abend gewaltigen Vorschub gab.

So konnte Manne als Alterpräsident die Versammlung gegen 20 Uhr 30 eröffnen. Die Versammlung quittierte dies mit wohlwollendem Beifall. Die Verlesung des Protokolls der letzten Sitzung entfiel mangels Sitzung (siehe oben).

Werner konnte von einer äußerst stabilen Kassenlage berichten, trotz des gemeinsamen Ausflugs mit den Frauen. Die Bücher wurden sehr ordentlich geführt und konnten nicht beanstandet werden. Eine Kassenprüfung fand im Vorfeld nicht statt, was Werner aber nicht angelastet werden konnte, da sich über eine mögliche Kassenprüfung niemand Gedanken gemacht hatte. Für die nächste Versammlung soll dies aber berücksichtigt werden. Manne beantragte die Entlastung des Vorstandes (den es bis dato in einer ordentlichen Form eigentlich nicht gab) und 100 % der Mitglieder stimmten dem zu.

Auch über eine gute Homepage-Arbeit von Theo waren sich die Spieler einig. Die Spielberichte erscheinen regelmäßig und geben einen tiefen Einblick über die Spielkultur im Verein. Theo sprach von über 300 Zugriffen auf die Homepage (sensationell: 100 % der Vereinsmitglieder besuchen sie regelmäßig!) und im Gästebuch finden sich sogar 2 Einträge. Dort wünscht er sich doch etwas mehr Frequenz, aber dieses kann man natürlich nicht erzwingen.

Siggis Arbeit als Veranstaltungsplaner wurde übereinstimmend gewürdigt. Seine vorbereitenden Arbeiten zum "Besuch in Söst" werden in die Analen der Spielvereinigung NOT-RE eingehen. Größere Veranstaltungen werden aber mangels Finanzpolster auf die längere Bank geschoben. Dafür ist wieder ein "Naherholungsausflug" mit den besseren Hälften ins Auge gefasst (falls die überhaupt wollen, natürlich...). Ansonsten wird pro Spielabend ein Extraobolus bei Seite gelegt. Siggi hofft für die Zukunft auf eine aktive Beteiligung an den Ausflugsplanungen.

Zum Schluss kam die Jugendabteilung unter Führung von Thomas zu Wort. Herzerfrischend, mit welchem Elan die Jugendarbeit im Verein in den vergangenen Jahren betrieben wurde. Vorbildlich sind hier nur die nächtlichen Wanderausflüge durch Werne zu erwähnen, die ein jedes Mal unbeschadet von den Jugendlichen nach den Spielabenden überstanden wurden. Auch die gemeinsamen Heimwege der Altersabteilung (nach Besuch des Spielabends bei Thomas) erwiesen sich als glückliche Vorhaben, wird doch die Brauchtumspflege des gemeinsamen Gesangs ausgeübt ("Und dann zieh'n wir mit Gesang in das nächste Restaurant...", usw.). Thomas versprach, weiterhin gut auf die Jugendabteilung aufzupassen...

Zur Erinnerung an die 1. Jahreshauptversammlung hatte Theo (unter internetrecherchierender Mithilfe von Werner, denn bislang dachten alle, dass der Radeberger Bitter von der Radeberger Brauerei hergestellt wird..., aber das ist eine andere Story!) eine Urkunde für Manne erstellt. Siggi spendete die besagte Flasche Prüfwasser und den Glasrahmen. Damit wurde Mannes Partykeller auf den Namen "Radeberger Klause" getauft. Manne, sichtlich gerührt, versprach einen angemessenen Platz an exponierter Stelle in der Nähe der Theke für die Urkunde zu finden.

Aufgrund dessen erhielt nun die Wahl des Vereinslokals eine nicht erwartete (oder doch geahnte - siehe Werners massiven Wahlkampf) Brisanz. Theo schlug daraufhin vor, Werners Partykeller als Vereinslokal zu belassen (dort ist immerhin die Gründungsurkunde unter Glas verewigt!) und die Radeberger Klause als Tagungsort für die Jahreshauptversammlungen zu nehmen. Beide Keller sollen auch als jeweilige Ausweichlokalität fungieren. Die Versammlung brachte standing ovations dar. Alle waren zufrieden. Alle tranken vom scharfen Tropfen. Die Stimmung lockerte sich sichtlich...

Tosender Applaus beschloss diesen Teil der Versammlung (oder existiert dieser Applaus nur in der nachhaltigen Fantasie des Schreiberlings?). Zumindest waren sich alle einig, dass sie ja tolle Burschen waren. So richtige Kracher eben. 

Nun kam es zum ernsten Teil des Abends, den Vorstandswahlen.

Bei der Wahl des Alterspräsidenten übernahm Thomas als jüngster Aktiver den Wahlvorstand. Naturgemäß stand nur eine Person zur Wahl - das war Manne. Mit 100 % der Stimmen konnte er seine Wiederwahl feiern. Er nahm dankend an und versprach, auch im nächsten Jahr wieder mit Vorbild der Älteste zu sein. Manne übernahm nun wieder die Wahlleitung.

Im Vorfeld hatte Werner stark um seine Wiederwahl gebangt, dass wurde in seinem überaus scharf geführten Wahlkampf deutlich (welcher sich natürlich im Wesentlichen nicht um die Wiederwahl zum Kassenwarts drehte...) Aber auf Grund seiner wirklich sauberen Arbeit konnte nur er wieder gewählt werden. Auch hier: 100 % der abgegebenen Stimmen für ihn! Er nahm die Wahl an und versprach Gewinnsteigerungen von bis zu 25 %. Wie er das bewerkstelligen will, verriet er nicht. Man munkelt, dass die Frauen eine Zwangsabgabe an NOT-RE zahlen müssen, oder so...

Da auch in Zukunft niemand die Tipparbeit mit der Homepage übernehmen wollte, wurde Theo mit ebenfalls 100 % gewählt. Er stellte weiterhin fundierte Sportberichte und möglichst wenig Tippfehler in den Texten in Aussicht. Die Mitglieder sprachen sich im Gegenzug dafür aus, die entstehenden Kosten für die Homepage vom Verein zu übernehmen. Dies soll in Naturalform im Wert von einem Kasten Bier pro Jahr geschehen, zu vertrinken in der Nähe der Homepageerstellung (also bei Theo...).

Aufgrund seiner intensiven Arbeiten zu den Fahrtenplanungen nach Söst und sonst wo hin konnte sich Siggi einer 100%igen Wiederwahl als Veranstaltungsplaner nicht widersetzen! Siggi merkte noch einen Fehler in der Einladung an: Es war keine Wahl des Schriftführers vorgesehen (das ist die Person, die für die Spielabende die Zahllisten entwirft und bei den Spielen  die Einträge vornimmt, nach denen der Kassierer dann die Spielschulden der jeweiligen Spieler errechnet). Werner, der die Einladung ansonsten vorbildlich erstellt hatte, entschuldigte sich vielmals. Daraufhin wurde Siggi mit 100 % der Stimmen gewählt. Na so was auch...

Besonders emotionsgeladen war die Wahl des Sprechers der Jugendabteilung. Alles sprach für Thomas: Die vorbildlichen Wanderausflüge in den frühen Morgenstunden und was noch schwerer wog - sein geradezu jugendliches Alter. Unter anschwellendem Applaus wurde er mit 100 % der Stimmen (und mehr ging wirklich nicht!) gewählt. Sichtlich gerührt goss er sich einen Radeberger hinter die Binde, was die Versammlung ihm prompt nachmachte.

Zwischendurch vertilgte die Versammlung noch eine Menge Bier und Käse mit Brot. So gelangte man zu Punkt 10 der Versammlung: Verschiedenes. Der gemeinsame Ausgang mit den Frauen wurde zur Dauereinrichtung erhoben. Das Grundbudget für diesen Abend wurde auf 150,00 EUR festgelegt. Zudem soll ein gemeinsamer Maigang stattfinden. Bei gutem Wetter treffen sich Männer, Frauen und Kinder im Garten von Rieke und Siggi, bei regnerischem Wetter wird bei Magdalena und Werner gefeiert. Theo wurde beauftragt, endlich 10 Kartenspiele zu besorgen (natürlich die grifffesten und die am wenigsten nachfettenden).

Um 22 Uhr 10 endete der offizielle Teil der ersten Jahreshauptversammlung der Doppelkopfspielvereinigung NOT-RE. Die Flasche Radeberger Bitter neigte sich ihrem Ende entgegen und das Prüfwasser wurden einer strengen Prüfung unterzogen, welche mit der völligen Entleerung der Pulle endete. Die Käseplatte wurde buchstäblich ausradiert und Manne kramte so ziemlich alle bekannten Rockoldies auf CD hervor und der Saal tobte. 

Messer und Thekenoberfläche wurden zu Schlagzeuganlagen und manche Stimme dröhnte im Heldentenor durch die Hallen des Holkschen Gemäuers. Zwischenzeitliche Beschwerden durch die Hausherrin (laut Thomas zwischen ein und drei Uhr morgens - genau sagen kann das niemand mehr) wurden natürlich berücksichtigt; im Überschwang der Gefühle vergaßen alle ihre Umgebung. Sorry, Doriene! Besondere Beachtung durch die noch anwesenden Mitglieder fand das zwischenzeitliche, längere Ausbleiben von Werner und Thomas, die eng beieinander stehend im Kellerflur erwischt wurden (ein Teufel, der da Schlechtes denkt...). Auch Siggis und Theos Zigarrenkonsum fiel nicht immer positiv auf, so meinte Thomas, dass in früheren Tagen gelegentlich eine Zigarre kosumiert wurde, aber in letzter Zeit regelrechte Qualmorgien stattfinden würden (man denke an Mannes Geburtstag und den sofort einsetzenden Feueralarm...). Manne öffnete im Laufe des Abends sehr oft die Kellertür, Thomas fror entsprechend häufig und Theo schloss daraufhin um so öfter die Kellertür, Manne öffnete sie wieder, Thomas fror... und so weiter und so weiter.

Gegen drei Uhr am Morgen verließen 80 % der Mitglieder die Radeberger Klause. Manne sagte noch einmal leise Servus und winkte allen nach. Dann kehrten die nächtlichen Heimkehrer im Vereinslokal ein, um sich bei Werner noch ein Absackerbier zu gönnen. Thomas wollte anschließend keinen Wanderausflug mit seiner Abteilung mehr durchführen und wünschte sich ein Taxi. Leider waren alle so besof..., äh, also, keiner wusste mehr eine Taxinummer. Theo wählte 2525 (irgendwie kam sie ihm so bekannt vor... es war aber 2125!) und hatte wohl einen russisch- oder türkisch- oder sonst wie stämmigen Mitbürger am Hörer: "Ey, was wills du?
So ging Thomas wieder auf Wanderschaft, nicht ohne das ihm Siggi wiederholt ein Bett anbieten wollte. Theo traf unterwegs noch die Zeitungsbotin, die ihm komischerweise weiträumig auswich, grüßte sie höflich und brach dann etwas später ermattet im Bett zusammen...

Über den Rest der folgenden Stunden fällt der Mantel des höflichen Schweigens...

Für die Richtigkeit der obigen Anmerkungen übernimmt der Homepager zwar nicht die Verantwortung aber für korrigierende Anmerkungen ist er jederzeit dankbar.

Im Auftrag des Vorstandes (und damit des gesamten Vereins)
Theo Klein
Werne, 09. Januar 2005

(c) der Fotos: Thomas Hagenkötter